VFD - Geländerittführer


Referent
Sonja Schmid, Melanie Dietz

Veranstalter
Pferdefreunde Kirchheimer Hof

Max. Teilnehmer
max. 10 Teilnehmer
( der Kurs findet ab 5 Teilnehmern statt )

Kosten
300 Euro
- Kursgebühr
150 Euro - Unterbringung und Verpflegung Pferd (6 Tage plus Anreisetag).
(Verpflegung Reiter ist extra vor Ort zu buchen und abzurechnen).
Die Übernachtungen müssen selbstständig gebucht werden (siehe Links)

Gesamtkosten
450 Euro


Kosten der Prüfung

140 Euro (davon sind 60 Euro Prüfungsgebühr an den LV abzuführen, der Rest ist anteilig für Anlagennutzung, Unterbringung/Verpflegung vom Prüfer und seinem Pferd)
Sind bei Anmeldung zur Prüfung spätestens 4 Wochen vor der Prüfung zu entrichten.
Die Prüfungsgebühr wird dann gesammelt vom Veranstalter spätestens 14 Tage vor der Prüfung an den Landesverband überwiesen.
(bei der Rittführerprüfung sind auch die Gebühren für den Prüfer an den Prüfungsritt-Tagen enthalten; die „persönlichen“ Kosten des Prüfers vor Ort muss dann der jeweilige Veranstalter = Rittführer-Anwärter tragen. Findet der Prüfungsritt bei uns statt, ist das mit mir abzusprechen)

Vorkenntnisse
VFD – Geländereiter-Prüfung
VFD-Reitprüfung III bzw. Kenntnis und Können der Elemente aus der RP III
Erste Hilfe Mensch,
Erste Hilfe am Pferd

Buchempfehlung
"Der Gelände- und Wanderreiter" von Hajo Seifert beinhaltet alles Wissen zum Wiederholen. Die Investition lohnt sich! Das Nachfolgewerk "Handbuch für Rittführer" enthält alles prüfungsrelevante Wissen für die Rittführer.

Beginn/Ende
Der Kurs geht über fünf Tage an zwei Terminen.

Er enthält 40 Unterrichtseinheiten und einen eintägigen Übungsritt und wird als Vorbereitungslehrgang für die VFD Geländerrittführer-Prüfung anerkannt.

Am sechsten Tag findet die Geländerrittführer-Prüfung mit den Elementen Theorie und Reitprüfung statt.

Kursinformation
Im Lehrgang werden die Themen aus der ARPO (siehe Auszug unten) hauptsächlich theoretisch aber so weit wie möglich auch praktisch geschult.

Ablauf
Ankunft ist am Vorabend des Lehrganges, wir starten mit einem gemeinsamen Abendessen und einer Kennlernrunde. Hier kann jeder seine Erwartungen, Erfahrungen und sein persönliches Kursziel vorstellen.

Am ersten Tag beginnen wir um 8.30 mit der Theorie. Am Nachmittag werden wir auf dem Hof und im Gelände verschiedene Themen praktisch kennenlernen. Nach dem Abendessen steht dann die Durchsprache der Reitprüfung auf dem Programm.

Am zweiten Tag starten wir um 8.30 mit dem Üben der Reitprüfungsaufgabe. Am Nachmittag widmen wir uns der Ausrüstung. Nach dem Abendessen nehmen wir uns wieder die Theorie insbesondere die Orientierung vor.

Den dritten Tag absolvieren wir unseren Übungsritt, dessen Streckenverlauf, Reitzeit- und Pausenplanung wir am Vortag erarbeitet haben. Auf dem Ritt werden wir u.a. die Rittführung selbst, Verständigung, Kommandos, Strassenverkehr, Verhalten bei Zwischenfällen und Unfällen und natürlich auch die Pausenorganisation üben und abwechselnd mit Karte und Kompass unseren Weg finden.

Am vierten Tag resümieren wir über den Ritt und wiederholen die theoretischen Hintergründe des im Gelände Geübten.

Den fünften Tag nutzen wir, um uns detailliert mit der Vorbereitung und Planung von Gruppenritten, deren Ausschreibung und Anmeldung in Form einer praktischen Übung, nämlich dem Erstellen einer Ausschreibung mit Anmeldeformular aufgrund einer vorgegebenen Reitstrecke in Gruppenarbeit , zu beschäftigen. Auch eine fiktive Prüfungsstrecke mit detaillierter Streckenbeschreibung werden wir gemeinsam erarbeiten und besprechen.

Am sechsten und letzten Tag findet dann die Prüfung mit den Teilen Theorie und Reitprüfung III statt.

Ebenfalls findet auch noch die Planung der weiteren Schritte für Vorbereitung und Durchführung der Planung und Ausschreibung eines eintägigen nachvollziehbaren Geländeritts und der Durchführung eines Prüfungsrittes selbst in Absprache mit dem Prüfer statt.

Ausrüstung: Stifte, Papier, Ordner und natürlich alles fürs Pferd einschließlich der gewohnten Ausrüstung.

Kurzfilme zum Thema Geländerreiter/Rittführer - findet ihr hier unter Filmdokumente

Termine

Anmeldeformular

Für alle die noch mehr wissen wollen zum Weiterlesen:

Auszug aus der ARPO (Ausbildungs- und Prüfungsordnung der VFD)

Geländerittführer VFD: Ausbildungsrichtlinie
Rittführer-Lehrgänge dienen zur Vorbereitung von Geländerittführer-Anwärtern auf die Prüfung.

Der Lehrgangsinhalt für Geländerittführer und Wanderrittführer ist fast identisch.

Dem Kurs ist eine Sichtung mit den Elementen der Reitprüfung II (Geländereiter) zur Beurteilung der reiterlichen Eignung sowie ein Sichtungsritt oder ein Nachweis über 15 Halbtagesritte vorauszustellen.

Der Kurs muss folgende Mindestanforderungen erfüllen:

Kursdauer:
mindestens 40 Unterrichtseinheiten für Geländerittführer

Kursinhalt: mindestens folgende Themengebiete:

  • Aufgaben des Rittführers (Organisation, Führen, Sicherheit, Erlebniswert)
  • Stellung des Rittführers
  • Haftung des Rittführers
  • Verhalten des Rittführers
  • Ausrüstung des Rittführers und der Ritt-Teilnehmer
  • Orientierung im Gelände auch mit Karte und Kompass
  • Reiterliches Können und Ausbildungsstand des Pferdes bei Rittführern
  • Tauglichkeitsprüfung des Pferdes
  • Vorbereitung und Planung von Gruppenritten
  • Ausschreibung und Anmeldung für Gruppenritte
  • Wahl des Startplatzes
  • Streckenwahl
  • Wahl von Pausenplätzen
  • Sicherheitsvorkehrungen, Vorbestellungen und Genehmigungen
  • Möglichkeiten zur Erlebniswert-Steigerung
  • Vorbereitung von Startplatz, Pausenplätzen und Quartieren
  • Streckenkontrolle vor dem Ritt
  • Verhalten am Startplatz
  • Einweisung von Trossfahrern
  • Kontrolle und Einweisung der Teilnehmer vor dem Abritt
  • Gruppenordnung und Reitdisziplin
  • Verständigung und Kommandos
  • Reitweise
  • Reitelemente auf dem Platz
  • Reiten/Führen im Straßenverkehr
  • Reiten mit Handpferd
  • Verhalten und Kontrollen in Pausen
  • Methoden zum Anbinden/Verwahren von Pferden
  • Tränken und Füttern unterwegs und im Quartier
  • Pferdewache
  • Verhalten bei Zwischenfällen (Probleme mit Ausrüstung oder Beschlag, Weglaufen eines Pferdes, gesundheitliche Probleme bei Reitern oder Pferden, Unfälle mit Verletzung eines Pferdes oder Reiters), Sicherheitsmanagement
  • Umweltgerechtes Verhalten, Nachhaltigkeit
  • Berücksichtigung von Wetterverhältnissen
  • Verhalten bei Gewitter

Der Lehrgang muss einen mindestens eintägigen Übungsritt und die Übung der geforderten Elemente auf dem Reitplatz einschließen.

Der Lehrgang sollte in zwei Blöcke (Theorie und Praxis bei dem die Teilnehmer ihre Pferde mitbringen/Pferde zur Verfügung gestellt bekommen) geteilt werden.

Geländerittführer VFD: Prüfung

Ziel
Nachweis ausreichenden Wissens und Könnens sowie ausreichender
Erfahrung, um Geländeritte für Gruppen planen und vorbereiten, als Rittführer eine Gruppe sicher im Gelände und Straßenverkehr führen und bei Zwischenfällen oder Unfällen die erforderlichen Maßnahmen ergreifen zu Können

Mindestalter
18 Jahre

Voraussetzung
VFD-Mitgliedschaft

Vorleistung
VFD-Geländereiterprüfung (mindestens seit einem Jahr),
Vorbereitungslehrgang „Rittführung“ mit mindestens 40 Unterrichtseinheiten, Sichtung auf dem Reitplatz mit den Elementen der Platzprüfung Geländereiter VFD und Nachweis der Teilnahme an mindestens 15 Tages- oder Halbtagesritten mit einer Reitgruppe und einem geprüften Rittführer oder Teilnahme an einem Sichtungsritt über einen Tag in einer Gruppe von mindestens fünf Teilnehmern in Anwesenheit eines Prüfers für Rittführer

Prüfungsinhalt
Theoretische Prüfung mit den Prüfungsteilen Pferdekunde (vertieft),

Kartenkunde und Orientierung,

Vorschriften für das Reiten mit Gruppen im Gelände und Straßenverkehr,

Verhalten in Pausen und bei extremen Wetterverhältnissen.

Rittführung,

Praktische Prüfung: Reittauglichkeits- und Ausrüstungskontrolle bei Rittteilnehmern,

Reitprüfung in der Bahn und im Gelände entsprechend der VFD Reitprüfung III

(entfällt bei Vorliegen der VFD Reitprüfung III),

Planung und Ausschreibung eines eintägigen nachvollziehbaren

Geländeritts,

Durchführung eines Prüfungsrittes mit mindestens fünf Teilnehmern,

Orientierungs- und Sonderaufgaben,

Reiten mit Handpferd gemäß den Inhalten der Ausbildungsrichtlinie und der Prüfungsordnung.

Prüfer
ein VFD Prüfer und der Ausbilder in beratender Funktion

Gültigkeit
Unbefristet

Bescheinigung
Urkunde, VFD Ausweis Geländerittführer ausgestellt durch den Prüfer,

Aufnäher und Anstecker VFD Windrose silber

Die Platzaufgabe der Prüfung „Geländerittführer“ ist vor dem praktischen Geländeritt abzulegen.

Sie beinhaltet:

  • Führen im Schritt
  • Führen im Trab neben dem Pferd, im Schritt auch vor dem Pferd, um und über Hindernisse sowie durch eine Engstelle
  • Aufsitzen und Absitzen
  • im Stand: Rückwärtsrichten, Wendung um die Vorhand (180 Grad) nach beiden Seiten, Wendung um die Hinterhand nach beiden Seiten
  • im Schritt: ganze Bahn, Zirkel und Volte, Anreiten und Anhalten an einem bestimmten Teil der Bahn, Ecke kehrt, Schlangenlinie mit vier Bögen, Weichen auf den seitwärts treibenden Schenkel
  • im Trab: ganze Bahn, Zirkel, Antraben und Anhalten an einem bestimmten Teil der Bahn, im Leichttrab oder ausgesessen, Tempo verlangsamen und verstärken, durch die Bahn wechseln, Volte, Trabverstärkung
  • im Galopp: ganze Bahn, Zirkel, Angaloppieren und Durchparieren zum Trab an einem bestimmten Teil der Bahn, Arbeitsgalopp, Tempo verlangsamen und verstärken
  • Hindernis: Sprung 60 cm, Trab über vier am Boden liegenden Stangen (Fächer), Treten über ein ca. 30 cm hohes Hindernis (Stange) im Schritt, dabei drei bis fünf Sekunden Anhalten wenn die Stange zwischen Vor- und Hinterhand ist.

In der Geländerittführerprüfung sind jeweils zusätzlich zu den in der Prüfungsordnung vorgegebenen Reitprüfungen auf dem Platz (VOR dem Prüfungsritt durchzuführen) und der Theorieprüfung noch weitere praktische Elemente im Gelände abzunehmen.

  • Planung und Ausschreibung eines Tagesrittes; Durchführung des Prüfungsrittes mit mindestens fünf Teilnehmern (zzgl. Rittführerprüfling)
  • Überprüfung der Reittauglichkeit der an dem Ritt teilnehmenden Pferde (zum Beispiel: Durchführen einer PAT-Kontrolle, Kontrolle auf Lahmheit oder Schwellungen der Pferdebeine, Beschlag, Verletzungen)
  • Kurzer Check der Mitreiter auf Gesundheitszustand und gegebenenfalls Einhaltung der Ausschreibung in Bezug auf gefordertes Können und Ausrüstung
  • Ausrüstungskontrolle
  • Kontrolle des Sattel und Zaumzeugs auf Sicherheit und korrekte Verschnallung
  • Rittbesprechung, Handzeichen, Kommandogebung; Einteilung der Gruppe und Sicherheitsunterweisung
  • Führen der Gruppe im Straßenverkehr und im Gelände
  • Absichern des Pferdes für Reiten bei Dunkelheit nach StVO
  • Organisation in den Pausen und bei der Mittagsrast; gegebenenfalls noch einmal Kontrolle der Reittauglichkeit zum Beispiel durch PAT, Überprüfung der Pferdebeine auf Schwellung, Kontrolle auf Scheuerstellen oder Dehydration
  • Kontrolle der korrekten Versorgung der Pferde durch die Teilnehmer
  • Anbinden
  • Verhalten bei Unfällen, Zwischenfällen und in kritischen Situationen
  • Orientierung im Gelände mit und ohne technische Hilfsmittel (Karte, Kompass, GPS)
  • Anlegen von Verbänden bei anderem Rittteilnehmer
  • Lagern eines Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes
  • Anlegen eines Verbandes am Pferdebein vorn oder hinten
  • Anbinden von zwei Pferden mit Hochseil
  • Einweisung und Kontrollen am Rittende; Abschlussbesprechung
  • Provisorische Reparatur eines gerissenen Lederriemens
  • Anfertigen eines Nothalfters zum kurzzeitigen Führen, Anbinden oder Reiten eines Pferdes
  • Gegebenenfalls Abnehmen eines Eisens
  • Reiten mit Handpferd
  • Sichern eines Hufschutzes

Dem Prüfer ist spätestens bei der Prüfung, auf seinen Wunsch allerdings schon bis zu sieben Tage früher, von jedem Geländerittführer-Prüfling eine eigene Ausschreibung für einen nachvollziehbaren Ritt inklusive des Kartenmaterials (1:25.000 oder 1:50.000), der Anmeldung und eventueller Anmerkungen zu übergeben oder zuzusenden. Sollte die Prüfung in einem dem Prüfungsteilnehmer unbekannten Gelände stattfinden, so ist ihm nach Absprache zwischen Ausbilder und Prüfer seine Prüfungsstrecke spätestens zwei Tage vor Beginn der Prüfung bekannt zu geben.

Dem Prüfling ist freigestellt, seine zu führende Strecke außerhalb der Prüfung zu erkunden.

Pro Tag sind je nach Strecke und Dauer höchstens drei Rittführer zu prüfen. Jeder Rittführer muss mindestens 90 Minuten und mindestens acht Kilometer eine Gruppe von mindestens fünf Mitreitern führen. Dabei müssen mindestens eine Überquerung einer frequentierten Straße und die Organisation des Abritts, der Mittagspause oder der Ankunft enthalten sein.

Der Prüfer kann die Aufgaben selbständig unter den zu prüfenden Teilnehmern verteilen.

Die Pause muss mindestens 30 Minuten betragen, die Pferde müssen sicher verwahrt und getränkt werden. Anbinden und Tränken wird vom zuständigen Rittführer überwacht.

Für die Reitprüfung gilt:

  • Zur Entspannung für Pferd und Reiter sind ausreichend Schrittreprisen mit hingegebenem Zügel in die Aufgaben einzubauen.
  • Blanke Kandaren und gebisslose Zäumungen mit Hebelwirkung werden generell einhändig geritten, gebrochene Gebisse werden überwiegend beidhändig geritten. Ausnahmen regelt der Prüfer.
  • Auf die korrekte Zügelhaltung ist zu achten.
  • Die besonderen Anforderungen von Gangpferden sind in den Prüfungen in Bezug auf Trab und Überwinden von Hindernissen zu berücksichtigen.
  • Die praktische Bewertung orientiert sich in erster Linie an der in den "VFD-Leitsätzen zum Umgang mit dem Pferd" geforderten Harmonie.
  • Die Ausbildung für Reitprüfungen muss die geforderten Elemente beinhalten.
  • Der Prüfer kann alle oder einzelne der Elemente fordern. Die Zusammenstellung der Elemente kann der Prüfer dem Teilnehmer überlassen, wenn alle geforderten Elemente vorgeritten werden. Alle Aufgaben sind, soweit sinnvoll, auf der rechten und der linken Hand zu zeigen.
  • Es wird die Ausführung einer dynamischen Pferdebewegung in selbsttragender Haltung, der zügelunabhängige und ausbalancierte Sitz des Reiters, klare pferdeverständliche Hilfengebung, willige Annahme der Hilfen durch das Pferd und eine flüssige und erkennbare Ausführung der jeweiligen Elemente beurteilt.
  • Das Ziel, die Durchlässigkeit des Pferdes zu erhalten und zu bewahren, muss für den Prüfer erkennbar sein. Generell führen Schädigung, Gefährdung und tierschutzwidriges Verhalten sowie die Verwendung von atembeengenden Zäumungen zum Nichtbestehen.
  • Werden zwei Elemente nicht korrekt bzw. ein Element gar nicht gezeigt, gilt die Prüfung als nicht bestanden.

 

  1. Beispielaufgabe der VFD für die RPIII
  2. RPIII 2009 auf dem Kirchheimer Hof
  3. Aufbau der Hindernisse für RPIII